Was passiert eigentlich beim Stimmbruch in der Pubertät?

Die Bezeichnung „Stimmbruch“ ist irreführend. Anatomisch geht hier nichts wirklich kaputt, es ändert sich nur etwas, und dadurch „bricht“ der Klang. Aber wie kommt es genau dazu?
„Stimmbruch“ oder aber auch „Stimmwechsel“ genannt ist der Zeitpunkt, an dem sich die Stimme bei Jugendlichen verändert. Es passieren dann zwei Dinge: der Kehlkopf wird länger und fester und die Stimmlippen wachsen. Und hier gilt das gleiche wie bei Saiteninstrumenten: je länger die schwingende Saite, desto tiefer der Ton. Bei den Jungen wachsen die Stimmlippen auf die doppelte Länge, daher kann der Ton sich um eine ganze Oktave senken. Bei den Mädchen ist die Veränderung geringer, die Stimmhöhe ändert sich ca. um eine Terz nach unten. Leider wachsen die beiden Stimmlippen nicht gleichmäßig, so dass es manchmal zu diesem Bruch zwischen Kinder- und Erwachsenenstimme kommen kann. Und das bezeichnen wir dann als „Stimmbruch“.